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Trefferbild einer WOLFSZEIT-getunten EXOMAX auf 60 m
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1.0) Die Treffsicherheit einer Armbrust entspricht nicht immer dem Kaufpreis und viele der technischen Angaben können von Einsteigern kaum beurteilt werden. Beispielsweise ist ein "Hohlschliff" der Pfeilführungsschiene nutzlos, dagegen eine gerade Auflage des Pfeils mit einem möglichst grossen Teil der Schaftlänge sehr wichtig. Am besten vergleicht man den Durchmesser des Streukreises (kleinster Kreis, welcher z.B. 10 Treffer desselben Pfeils umschliesst). Diesen ermittelt man praktisch indem man alle Unsicherheiten der Zieleinrichtung, der Pfeile, des Schützen und des Windes während einer Schuss-Serie möglichst ausschaltet. So können die meisten Armbruste eine Euro-Münze nicht einmal bei 30 m Entfernung sicher treffen, während andere das noch bei 60 m schaffen (jeweils unter optimalen Bedingungen). Übrigens treffen Pistolenarmbruste schon bei 20 m kaum noch einen Fussball.
Black-Hawk-Pfeile < 20 m > Excalibur-Pfeile
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2.0) Die Abschussenergie ist die kinetische Energie Eo des Pfeils (oder Bolzens) kurz nach dem Verlassen der Sehne. Sie wird in J (Joule) oder ft.lb (foot pound) angegeben und hängt nicht allein vom Zuggewicht der Armbrust ab, sondern ebenso von deren Auszugslänge und Wirkungsgrad. Man berechnet diese Energie aus den Messwerten der Geschwindigkeit und Masse des Pfeils. Übrigens erhält ein schwererer und steiferer Pfeil mehr kinetische Energie von derselben Armbrust (2-3 J je zusätzlichem g), als ein leichterer und biegsamerer Pfeil. Für genauen Vergleich verschiedener Armbruste müssten also alle mit demselben Pfeil gemessen werden. Eine hohe Abschussenergie ist vorteilhaft besonders bei der Jagd und bei extremen Weitschüssen. Beispielsweise können Pistolenarmbruste keine wirkungsvollen Jagdpfeile verschiessen und durchschlagen nicht einmal ein Kaninchen, während für einen Rehdurchschuss sogar die vierfache Durchschlagskraft erforderlich ist (min. 40 J mit zweischneidiger Jagdspitze). Aber mit zunehmender Abschussenergie steigt auch der Verschleiss der Armbruste und Zieloptiken, besonders wenn der jeweilige Wirkungsgrad nicht ausreichend hoch ist.
100 J durch Ochsenschädel 
150 J durch BW-Stahlhelm 
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| 3.0) Die Abschussgeschwindigkeit des Pfeils (oder Bolzens) kurz nach dem Verlassen der Sehne wird in m/s oder fps (feet per second) gemessen. Als maximale Pfeilgeschwindigkeit geben die Hersteller jene an, bei welcher sie für die jeweilige Armbrust gerade noch Garantie gewähren. Die meisten Hersteller rechnen aber nicht mit einer hohen Schusszahl innerhalb der Garantiedauer. Daher können gewisse Recurve-Armbruste bei z.B. 350 fps viele tausend Schüsse aushalten (Sehnenverschleiss nicht berücksichtigt) im Gegensatz zu ähnlich "schnellen" Compoundarmbrusten, welche oft schon nach wenigen hundert Schüssen Schäden aufweisen. Eine höhere Pfeilgeschwindigkeit bewirkt eine gestrecktere Flugbahn und geringere Windempfindlichkeit, was bei Turnier und Jagd ein entscheidender Vorteil sein kann. Leichtere und steifere Pfeile (z.B. Carbonschäfte) erreichen höhere Geschwindigkeiten aus derselben Armbrust (ca. 2 m/s je gespartem g), als schwerere und biegsamere Pfeile (z.B. Aluminiumschäfte). Zu leichte Pfeile senken aber den Wirkungsgrad zu weit, wodurch Armbruste und Zieloptiken vorzeitig verschleissen.
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4.0) Der Wirkungsgrad einer Armbrust gibt an, wieviel Prozent der beim Spannvorgang aufgewendeten Energie nachher beim Abschuss als kinetische Energie auf den Pfeil übertragen wird (der Rest verpufft in der Armbrust und führt je nach Qualität zu mehr oder weniger Verschleiss). Man kann den Wirkungsgrad nach Messung der Spannkraft-Auszug-Kurve der jeweiligen Armbrust berechnen (Herstellerangaben sind sehr selten). Bei vergleichbaren Wurfarmen, gleicher Auszugslänge und gleichem Pfeil ist der Wirkungsgrad von Recurvearmbrusten stets viel höher als von Compoundarmbrusten, welche zusätzliche Energie zur Bewegung der Kabel, Rollen, Achsen, etc. verbrauchen. Da diese zwecks Leistungsausgleich stärkere Wurfarme und somit viel mehr Spannenergie benötigen, verpufft auch viel mehr Energie im Compoundbogen (z.B. rund 90 J bei DURANGO gegenüber 40 J bei EXOMAX / Eigenmessung), welcher dadurch eher verschleisst als ein ähnlich leistungsfähiger Recurvebogen. Für einen ausreichenden Wirkungsgrad und entsprechende Haltbarkeit müssen Compoundarmbruste deutlich schwerere Pfeile verschiessen und können daher bei vergleichbaren Wurfarmen und gleicher Auszugslänge nicht die Pfeilgeschwindigkeit von Recurvearmbrusten erreichen.
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5.0) Das von den Herstellern vereinfacht in lbs (pounds) angegebene Zuggewicht soll die während des Spannvorgangs benötigte Maximalkraft bezeichnen (physikalisch korrekt wäre die Angabe in N, Newton). Zum Vergleich verschiedener Armbruste (Armbrüste) ist es aber aus folgenden Gründen wenig geeignet:
5.1) Hohes Zuggewicht bedeutet viel gespeicherte Energie in den Wurfarmen, wenn es mit grosser Auszugslänge verbunden ist. Auf den Pfeil wird jedoch nur ein Teil dieser Energie übertragen, welcher vor allem vom Wirkungsgrad der jeweiligen Armbrust abhängt.
5.2) Bei Recurvearmbrusten können je nach Standhöhe der Sehne etwas unterschiedliche Zuggewichte gemessen werden. Ausserdem erfolgt die Angabe nicht überall nach dem gleichen Gesichtspunkt. So gibt z.B. EXCALIBUR das Zuggewicht für die Sehne in schussbereiter Stellung (durch Schlossklaue gehalten) an, während beim Spannvorgang zum Einrasten des Schlosses bis zu 22 lbs mehr Zuggewicht überwunden werden muss.
5.3) Im Gegensatz zu Recurvearmbrusten entspricht bei Compoundarmbrusten das angegebene Zuggewicht nicht der tatsächlichen Belastung der Wurfarme, welche eigentlich viel höher ist (rund 640 lbs statt 165 lbs bei DURANGO / Eigenmessung). Durch die Hebelübersetzung an den Rollen (Cams) verlagert sich das Zuggewicht während des Spannvorgangs zunehmend von der Sehne auf die Kabel. Somit muss der Schütze nur das angegebene Sehnen-Zuggewicht überwinden (allerdings über einen grösseren Teil der Auszugslänge hinweg). Compoundarmbruste haben also eine integrierte Spannhilfe, was auch der eigentliche Erfindungszweck des Compoundsystems war. Aber für die Pfeilbeschleunigung ergibt diese Zugcharakteristik keinerlei nachweisbaren Vorteil.
5.4) Durch Produktionstoleranzen der Bogenkomponenten ergeben sich ebenfalls Zuggewichtsschwankungen.
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| 6.0) Die Standhöhe ist der Abstand der Bogensehne im Ruhezustand zum Bogenmittenteil (Riser). Die Auszugslänge ist der Abstand der ins Schloss gespannten, schussbereiten Sehne zur vorherigen Ruhelage. Die Standhöhe steigt mit abnehmender Sehnenlänge, welche durch Eindrehen verkürzt werden kann zwecks erhöhter Haltbarkeit der Sehnenschutzwicklung. Jedoch verringert sich dabei die Auszugslänge um denselben Betrag, wodurch die Abschussenergie etwas sinkt. Je nach Gesichtspunkt ist hier der optimale Kompromiss zu finden.
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